Sehenswertes in Schoppendorf


Bornstube Am südöstlichen Rand des Dorfes, in einem kleinen Waldstück, befindet sich in einem Graben eine sogenannte Born-, oder Brunnenstube.
Über ein paar Stufen gelangt man in ein aus Natursteinen gemauertes Gewölbe, ca. 2 X 3 m groß. Hinter einer Brettertür verbirgt sich ein mit Wasser gefülltes Becken. Der Wasserstand beträgt ca. 80 cm. Dieser Wasservorrat, vermutlich durch Schichtwasser gespeist, diente bis Ende des 18. Jahrhunderts als Wasserversorgung für das Dorf.
Leider reichte oftmals dieser Wasservorrat nicht aus, um die Bevölkerung und den Tierbestand mit Wasser zu versorgen, so dass Ende des 18. Jahrhunderts weitere Brunnen (Sophienbrunnen) erschlossen wurden.

               


Die Kirche St. Martin Das Gotteshaus wurde im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Kirche bauten die Bewohner des Ortes bis 1693 wieder auf. Der Grundriss des Gotteshauses ist rechteckig. Über dem westlichen Portal steht der Kirchturm als Dachreiter mit der Jahreszahl 1881/82. Innen in der kleinen Kirche befinden sich zweigeschossige Emporen und ein Kanzelaltar. Im Turm hängt eine[1] durch die Firma Franz Schilling (Apolda) gegossene Bronzeglocken aus 1881.[2] Sie trägt die Aufschrift "Concordia".
2006 wurde das Dach saniert, 2011-2013 das Fundament erneuert und in der ersten Hälfte des Jahres 2015 der Innenraum saniert, wobei die Farbgebung durch die in Weimar lebende Künstlerin Erdmute Neubert vorgegeben wurde. Dabei wurden u.a. die Bestuhlung durch Kirchenbänke ersetzt, die von einer Kirche in Neustadt am Rennsteig gespendet worden waren. Am 21. Juni 2015 fand die Wiedereinweihung in einem Festgottesdienst, gehalten durch Superintendent Henrich Herbst (Weimar) und den Ortspfarrer Joachim Neubert (Buchfart) im Beisein des Ortsbürgermeisters Siegfried Fürst und des Bürgermeisters der Stadt Bad Berka, Dr. Volker Schaedel statt.
Quelle: Wikipedia

               


Gedenkstein Unmittelbar neben der Kirche befindet sich ein Gedenkstein für die aus Schoppendorf stammenden Gefallenen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Die Gräber werden heute noch von den älteren Einwohnern des Dorfes gepflegt. Jährlich wird anlässlich des Kirmesgottesdienstes an dieser Stelle ein Kranz niedergelegt.

               


Traditionsmauer mit Waidstein Im Jahre 2003, anlässlich der 666 - Jahrfeier des Dorfes, wurde durch eine Initiative des Ortsfeuerwehrvereines auf dem Dorfplatz eine Traditionsmauer errichtet.
Im Rahmen eines Ausfluges des Vereines mit dem Bus führte uns der Weg nach Glindow in eine Ziegelei. Hier ermöglichte es uns Frau Verena Niklaus, die damalige Betriebsleiterin dieser Ziegelei, dass jeder mittels Tonrohlingen im Backsteinformat Motive gestalten konnte. Diese einzelnen Bilder, teilweise aus mehreren Steinen zusammengesetzt, wurden anschließend gebrannt. Die Schoppendorfer selbst errichteten auf dem Dorfplatz ein Betonfundament, auf das anschließend die Steine mit den Motiven in mühevoller Pusselarbeit aufgemauert wurden.
Der bereits über Jahrzehnte noch auf dem Platz liegende Waidstein wurde mittels einer Holzbalkenkonstruktion in diese Mauer integriert.
Eine Informationstafel an dieser Traditionsmauer informiert über die Geschichte des Waidanbaues in Thüringen und Schoppendorf. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 666 - Jahrfeier wurde die Traditionmauer im Juli 2003 eingeweiht.
               

           


Linde mit Steinkreuz Am Nördlichen Ortsrand an der Zufahrtsstraße von Holzdorf kommend befindet sich eine alte Linde. Am Fuße der Linde steht ein Steinkreuz.
Die Linde ist ein altes Wahrzeichen des Ortes und steht auch Pate für das Wappen, bzw. das alte Siegel des Ortes. Leider ist der gesundheitliche Zustand des Baumes bedenklich. Aus diesem Grund erhielt die Linde 2013 auch einige Bandagen, da der Stamm auseinander zu brechen droht.

Das Steinkreuz zeichnet sich durch "obertägige Maße aus: Höhe 0,70 m, Breite 0,64 m, Tiefe 0,20 m, das gedrungene Steinkreuz mit nach unten verbreiterten Schaft ist 1956 zerbrochen und wieder repariert worden. Unter dem Kreuz sollen angeblich schwedische oder französische Soldaten begraben liegen. Solange es unverändert steht, soll der Ort vor Kriegsgefahr geschützt sein.
Das Kreuz soll daran erinnern, dass Schoppendorf als erster Ort der Umgebung evangelisch wurde (Quelle: Lit. F. Störzner). Aus der bis 1972 geschriebenen Ortschronik von Hermann Weiß, Bürgermeister des Ortes seit 1965, gehen folgende Informationen hervor: das Steinkreuz steht unter der alten sogenannten Hirtenlinde und wird im Ort Schwedenstein genannt. Nach einer Sage soll es aus der Zeit der Kreuzzüge stammen, nach anderer Überlieferung aus dem 15. Jh. Der Ort wurde erstmals urkundlich 1337 in Verbindung mit dem Erfurter Ratsmann Heinrich von Schoppendorf erwähnt. Über das Denkmal ist wenig bekannt, doch sprechen ursprüngliche Form und Standort, am Ortsrand, am Abzweig des alten Weges nach Legefeld, für ein Sühnekreuz, vermutlich bezüglich der Bezeichnung, aus der Zeit um den Dreißigjährigen Krieg (Verf.)
Quelle: www.kreuzstein.eu (2013)

    Linde 2003    Linde 2016    Linde 2016
Linde 2003 Linde 2016 altes Siegel von Schoppendorf


Sophienbrunnen Ende des 18. Jahrhundert wurde die Wasserversorgung des Dorfes spürbar verbessert. Dank einer Stiftung der Großherzogin Sophie Wilhelmine Marie Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach wurden vom "Nassgelände" ca. 350 m Nord-Westlich vom Dorf eine Gefälleleitung aus dortigen Brunnen in die Dorfmitte verlegt. Dieses Wasser konnten die Dorfbewohner dann bequem aus einem installierten Brunnen mit Wasserbecken (Sophienbrunnen) schöpfen und nach Hause transportieren. Einige Grundstücke wurden später noch über eine Direktleitung mit dieser Gefälleleitung verbunden.
Mit dem Bau der Hauswasseranschlüsse 1959-1961 wurde der Brunnen später abgebaut und lediglich noch als Zulauf für den Dorfteich genutzt.
2003 errichtete man im Rahmen der Vorbereitungen zur 666 - Jahrfeier einen gemauerten Brunnen mit Überdachung.

       
Sophienbrunnen um 1950 Sophienbrunnen heute


Trafohäuschen als "Tierhotel" Das alte Trafohäuschen von 1933 wurde in ein Tierhotel umgebaut.

       


Neues Dorfbild nach der Dorferneuerung 2016 Durch einen Beschluß des Stadtrates der Stadt Bad Berka wurde beantragt, das Schoppendorf in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Thüringen aufgenommen wird.
Von 2012 bis 2016 erfolgte eine Komplettsanierung des Ortes. Sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen wurden unter die Erde verlegt und erneuert. Das Dorf wurde an eine zentrale Abwasserversorgungseinrichtung angeschlossen. Sämtliche Wege und Straßen wurden neu gestaltet.
Das gesamte Dorf ist sehenswert geworden!




Landwirtschaft als einziges gewerbliches Objekt Am Nord-östlichen Dorfrand befindet sich eine Milchviehanlage. Diese Stallanlage existiert bereits aus DDR Zeiten und wurde nach der Wende durch die Agrargenossenschaft Landgut Weimar weiter geführt. Diese Stallanlage ist das einzigste gewerbliche Objekt im Dorf.
Mit dem Umbau der Stallanlage, Fertigstellung zu einem Fress-Liegeboxen-Laufstall, dem Einbau eines Futtertisches, der Errichtung der Siloanlage am Standort in Schoppendorf wurden Bedingungen geschaffen, die Effektivität der Milchproduktion zu erhöhen. Im Stall in Schoppendorf stehen 160 Milchkühe mit einer Jahresleistung von knapp 9.000 kg Milch.

               
www.landgut-weimar.de